Neues aus Ecuador

Bericht zur aktuellen Corona-Lage Ende September 2021

Die Impfkampagne schreitet weiter zügig voran, aktuell sind gut 56% der Bevölkerung komplett geimpft und 63% zumindest einmal.

Bericht zur aktuellen Corona-Lage Anfang September 2021

Die Impfkampagne schreitet voran, aktuell sind gut 47% der Bevölkerung komplett geimpft und 57% zumindest einmal. Es werden seit Kurzem auch Jugendliche ab 12 Jahren geimpft.
Auch wenn die Wirksamkeit von Sinovac geringer ist als die der bei uns eingesetzten Impfstoffe, so verhindert der Impfstoff doch sicher schwere Verläufe ( Daten aus Manaos, Brasilien bei gut 25000 Fällen ).
Dies hat unsere Mitarbeiterinnen veranlasst, jetzt auch wieder Hausbesuche in den Familien zu planen.

Bericht zur aktuellen Corona-Lage im Juni 2021

Bis jetzt sind etwa 2,8 Millionen Dosen Biontech, AstraZeneca und Sinovac (chinesisch) verimpft worden.
14% der Bevölkerung hat mindestens eine Impfung erhalten, 7% sind bereits zweimal geimpft.
Die Regierung plant bis Ende Oktober ca. 60% der Bevölkerung geimpft zu haben.
Der Impfstoff wird teilweise über die Covax-Initiative bereitgestellt. Sinovac wird u.a. auch in Chile produziert.
Geplant ist der Einsatz von Sputnik und einem weiteren chinesischen Wirkstoff.
Die Priorisierung ist ähnlich wie in Deutschland: Alte (72% der über 65-jährigen Ecuadorianer sind geimpft), vulnerable Gruppen, Bewohner von geriatrischen Einrichtungen, Pflegekräfte, Feuerwehrleute, Polizisten, Lehrkräfte, Müllmänner  etc.
Aktuell sind auch über 50-jährige an der Reihe, sofern sie einen Termin zugeteilt bekommen.

Unsere Mitarbeiterinnen berichten, dass nach wie vor virtueller Unterricht angeboten wird und an der Küste nur in einem Teil der Schulen auf Präsenz umgestellt wird. Die Akzeptanz des Präsenzunterrichts liegt hier nur bei knapp 75%, da viele Eltern eine Ansteckung befürchten. Im Oriente wird angestrebt, zu Beginn des neuen Schuljahres alle Lehrer durchgeimpft zu haben und dann wieder mit Präsenzunterricht zu starten.

Bericht zur aktuellen Lage im Dezember 2020

Die aktuellen Zahlen der infizierten Personen zeigen aktuell nach unten, die Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen und sehr stark reduziertem Präsenzunterricht sind aber nach wie vor in Kraft.
Unsere Stipendiaten haben nur die Möglichkeit, von zu Hause aus dem Unterricht zu folgen und ihre Hausaufgaben elektronisch abzugeben.
Daher haben wir sie mit einem Beitrag zu den Telekommunikationskosten und in einer Reihe von Fällen durch Bereitstellung von Computern darin unterstützt, dass sie am Unterricht teilnehmen können.
Näheres entnehmen Sie bitte dem Patenbrief 2020 sowie dem Rechenschaftsbericht 2020.

Bericht aus dem Amazonasgebiet vom 9.6.2020

Der Unterricht soll virtuell über die Plattform ‚TEAM‘ erfolgen, zudem werden ZOOM, WhatsApp und E-Mails genutzt. Leider hat nur ein Teil der Schüler Internetzugang und einen Computer. In den Problemvierteln ist die Verbindung meist nicht stabil. Viele der Eltern leben von der Landwirtschaft und können ihre Erzeugnisse nicht zum Verkauf anbieten, da der öffentliche Verkehr eingestellt ist. Somit fehlt auch das Geld für das Notwendigste.

Unsere Sozialarbeiterin erzählt: „Ich möchte Ihnen davon berichten, was ich von Kindern eines Dorfes gehört habe, die mit Lebensmitteln versorgen wurden. Sie sagten uns: Wenn wir nur Reis essen können, ohne irgendwelche Beilagen, dann ist es für uns, wie wenn wir Hühnchen essen würden. Das hat mich zutiefst erschüttert und ich weiß jetzt zu schätzen, was Gott uns täglich auf den Tisch bringt.“

Lage Ende Mai 2020:

Die Pandemie-Situation in Guayaquil ist nach wie vor schwierig, die Ausgangssperre besteht weiter. Die Ansteckungsfälle gehen kaum zurück und Tausende haben ihre Arbeit verloren.

Die Abstandsregeln werden oft nicht eingehalten und in den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren zu viele Personen.

Bei unseren Stipendiaten ergibt sich folgendes Bild:

Zu etwa 80% besteht telefonischer Kontakt.

Einige Eltern haben sich angesteckt, andere haben nahe Angehörige verloren.

Viele Eltern haben ihren Arbeitsplatz verloren.

Etwa die Hälfte der Stipendiaten hat überhaupt Internetzugang für den Online-Unterricht.

Die Software für den Online-Unterricht ist nicht für alle Mobiltelefone geeignet.

Es gibt Familien, die einen PC haben, aber der Unterricht für die Geschwister ist oft gleichzeitig, sodass nur ein Kind der Familie teilnehmen kann.

Einige private Schulen haben den Unterricht bereits wiederaufgenommen, bei den staatlichen beginnt er am 1. Juni.

In Puerto Napo ist ein Treffen mit den Stipendiaten mittels ZOOM geplant.

Lage April-Mai 2020:

Guayaquil ist eine der von Corona meistbefallenen Städte in Südamerika. Eine unserer Mitarbeiterinnen berichtet wie folgt:
Wir können nur einmal pro Woche rausgehen. Wir haben von 05h00 bis 14h00 Zeit, um einkaufen zu gehen und alles andere zu erledigen. Der Supermarkt öffnet um 07h00 Uhr.
Wenn wir nach Hause kommen, müssen wir Gemüse, Obst, Verpackung, Schuhe usw. desinfizieren. Also, raus gehen macht gar keine Lust.

Die Schulen sind landesweit geschlossen, der öffentliche Nahverkehr sehr stark eingeschränkt. Die Planungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs sind noch vage. Das Schuljahr in den Küstenprovinzen hätte normalerweise nach Ostern begonnen, aktuell geht man noch von einem Beginn im Juni aus.

Für unsere armen Familien, die in sehr beengten Verhältnissen wohnen, ist die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen kaum möglich. Zudem haben sie größtenteils ihre Verdienstmöglichkeiten aufgrund des Lockdowns verloren. Der Kontakt zu den Kindern ist aufgrund der Ausgangssperren aktuell nur virtuell möglich.

Das Gesundheitssystem war auf diese Situation nicht vorbereitet.

Video aus Guyaquil

November 2019: Ursula und Werner Hauser besuchen die Projekte in Ecuador.

Guayaquil – Guasmo
Puerto Napo
Hausbesuch in La Aurora
Hausbesuch
Familientag in der Schule
Großes Treffen in La Aurora

Hier zum Video aus Guayaquil: