Projekte

Wir schaffen Chancen für jene, die eigentlich keine haben.

Unsere Arbeit im Amazonas-Urwald in Puerto Napo:

Die Bewohner dieser entlegenen Gegend sind meist abgeschnitten von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Der beschwerliche Weg zum Schulzentrum in Puerto Napo führt über unwegsame Urwaldpfade, per Kanu über den Rio Napo oder per Bus über schlecht befestigte Straßen. Bei zu großer Entfernung wird eine Internatsunterbringung notwendig. Aber auch das kostet Geld, das viele Menschen in dieser Region nicht haben.

 

Besonders Mädchen und junge Frauen wollen nicht mehr länger "Schuhsohle des Mannes" sein: Durch eine Ausbildung soll ihnen die Chance eröffnet werden, ihren eigenen Wert zu erkennen. Dies ist der erste Schritt, um aus Armut und Abhängigkeit zu entkommen - hier unser wichtigstes Ziel.

 

In Puerto Napo und Tena lernen junge Frauen zum Beispiel den Beruf der Schneiderin. In der von uns errichteten Werkstatt können sie erste praktische Erfahrungen in der Produktion sammeln, was die Chancen bei der Arbeitssuche um ein Vielfaches erhöht. Durch unsere Stipendien wählen immer mehr junge Frauen den Bildungsweg über weiterführende Schulen, um qualifizierte Berufe zu erlernen.

 

40 Schulplätze werden von uns finanziert. Mit der Übernahme von Lehrergehältern sichern wir den geregelten Schulbetrieb. Wir schaffen auch die materiellen und baulichen Voraussetzungen: Beispielsweise finanzieren wir Stoffe, Maschinen, Arbeitsmaterial und vieles mehr.
Eine Sozialarbeiterin begleitet die Mädchen und deren Familien in allen schwierigen Lebensfragen.

 

Projekte in der Hafenstadt Guayaquil:

Am Rande des Guasmo liegt die Sozialstation der Madres Doroteas.
In diesem Zentrum unterstützen wir durch Patenschaften ständig 75 Kinder und Jugendliche: Sie bekommen durch ein Stipendium die Chance,
hier in den Slums zur Schule zu gehen und ärztlich versorgt zu werden.
In der Schulküche erhalten sie eine Mahlzeit - oft ihre einzige am Tag.
Die besonders motivierten SchülerInnen besuchen weiterführende Schulen. Und einige sogar die Universität.

Das Bildungszentrum "Centro ISE" in Guayaquil:

Unser primäres Engagement liegt seit 1992 in der Finanzierung des Bildungszentrums in Guayaquil. Es trägt sein Programm im Namen:
"Centro ISE": Instruir (Anleiten), Saber (Wissen), Educar (Ausbilden). Das Programm beginnt mit den einfachsten Dingen, wie zum Beispiel der Alphabetisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und reicht bis hin zu qualifizierten Berufsausbildungskursen. Alle schließen mit staatlich anerkanntem Zertifikat ab.

 

Seit 1997 unterstützen wir eine Initiative junger Lehrer: Sie holen Kinder von der Straße und geben ihnen eine Beschäftigung. Das gibt Halt in einem Umfeld, in dem Verbrechen und Gewalt an der Tagesordnung sind.

 

Aus diesen Anfängen ist ein Ausbildungszentrum gewachsen, das in den Slums der Millionenstadt Guayaquil einmalig ist: Engagierte einheimische Lehrer leiten es neben ihrem Beruf, monatlich werden mehr als 250 Teilnehmer jeden Alters in verschiedensten Kursen ausgebildet. Alle schließen mit einem anerkannten Diplom ab. Das erhöht die Chancen auf einen Arbeitsplatz enorm.