Puerto Napo und Tena
Unsere Arbeit im Amazonas-Urwald in Puerto Napo:
Die Bewohner dieser entlegenen Gegend sind meist abgeschnitten von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Der beschwerliche Weg zum Schulzentrum in Puerto Napo führt über unwegsame Urwaldpfade, per Kanu über den Rio Napo oder per Bus über schlecht befestigte Straßen. Bei zu großer Entfernung wird eine Internatsunterbringung notwendig. Aber auch das kostet Geld, das viele Menschen in dieser Region nicht haben.
Besonders Mädchen und junge Frauen wollen nicht mehr länger "Schuhsohle des Mannes" sein: Durch eine Ausbildung soll ihnen die Chance eröffnet werden, ihren eigenen Wert zu erkennen. Dies ist der erste Schritt, um aus Armut und Abhängigkeit zu entkommen ?hier unser wichtigstes Ziel.
In Puerto Napo lernen junge Frauen zum Beispiel den Beruf der Schneiderin. In der von uns errichteten Werkstatt können sie erste praktische Erfahrungen in der Produktion sammeln, was die Chancen bei der Arbeitssuche um ein Vielfaches erhöht. Durch unsere Stipendien wählen immer mehr junge Frauen den Bildungsweg über weiterführende Schulen, um qualifizierte Berufe zu erlernen.
40 Schulplätze werden von uns finanziert. Mit der Übernahme von Lehrergehältern sichern wir den geregelten Schulbetrieb. Wir schaffen auch die materiellen und baulichen Voraussetzungen: Beispielsweise finanzieren wir Stoffe, Maschinen, Arbeitsmaterial und vieles mehr.
Eine Sozialarbeiterin begleitet die Mädchen und deren Familien in allen schwierigen Lebensfragen.