Geschichten

Jährlich besucht die Vorsitzende Ursula Hauser (auf eigene Kosten) die Projekte um mit den Verantwortlichen vor Ort zu planen, zu hören, Probleme zu erörtern und Wege zu suchen.  Hier einige Reisenotizen:

Mehr als drei Wochen war die erste Vorsitzende des Vereins auf eigene Kosten in den Projekten unterwegs. Auf Schritt und Tritt, ob in Puerto Napo in der Urwaldregion Oriente oder in dem Elendsviertel Guasmo in Guayaquil, wurde sie konfrontiert mit der Armut und Ausweglosigkeit, in der sich die meisten Menschen dort befinden. In den Schulzentren, die zum Teil nun schon seit über 25 Jahren vom Verein unterstützt werden, kann Hoffnung keimen für die vielen jungen Menschen, die hier die Chance haben, eine Ausbildungsmöglichkeit zu bekommen.

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Ursula Hauser notiert: "In meinen Gesprächen mit den Verantwortlichen, den Lehrern, Ordensschwestern, Sozialarbeiterinnen, sind wir gemeinsam auf der Suche nach Verbesserungen und Lösungen. Viel Hilfe wird von unserem "Verein" erwartet. Oft muss ich auch ein klares NEIN sagen. Es ist schwer in Anbetracht der Not, mit der ich ständig konfrontiert werde. Jedoch ist es auch meine wichtige Aufgabe, mit ihnen Wege zu finden, die sie OHNE unsere Unterstützung gehen können. Es bleibt noch genug übrig, was von unserer Seite zu tun ist!"

 

Fast in allen Familien unserer Stipendiaten sind Krankheiten an der Tagesordnung.
Stellvertretend das Schicksal von Ana. Sie lebt im Urwald, besucht die Schule in Puerto Napo. Gott sei Dank ist ihr Schulweg nicht zu weit, nur eine dreiviertel Stunde zu Fuß. Sie wohnt mit ihren 4 Geschwistern in der Hütte der Großmutter. Der Vater ist vor Jahren verschwunden und kümmert sich nicht um die Familie. Die Mutter ist durch einen giftigen Schlangenbiss im letzten Jahr verstorben. Die Großmutter ist schwer krank und es ist abzusehen, dass die 5 Kinder bald alleine sind. Ana ist ein fleißiges, strebsames Mädchen und ist froh und dankbar für die finanzielle Hilfe ihres Paten und für die Unterstützung unserer Sozialarbeiterin Sandra Largo.

 

Die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen – ob im Urwald oder im Elendsviertel Guasmo – ist gekennzeichnet von Hunger, Fehlernährung und Krankheit. In den meisten Gesprächen wurde Ursula Hauser um Hilfe für Arztbehandlungen, Medikamente und ähnliches gebeten. Die fast taube Deisy kann durch ihr Hörgerät nun am Leben teilnehmen und zeigte dies strahlend durch offenes Lachen. Die4 Schwestern Orrala Reyes können durch die Augentropfen und gezielte Behandlung ihre Erblindung hinauszögern. Sie schöpfen Hoffnung und lernen mit Eifer, um ihre Fähigkeiten noch rechtzeitig entwickeln zu können hin zu einem Beruf.  Die Zahl dieser Schicksale ist groß.

 

Die Arbeit weitet sich aus. Die Gespräche mit den Verantwortlichen in den Projekten waren geprägt von Überlegungen des Notwendigen und Planungen des finanziell Machbaren. Das Interesse der jungen Menschen an Schul- und Ausbildung steigt ständig. Nur in unseren Einrichtungen haben sie die Möglichkeit
gratis
zu lernen und zu studieren. 99 % der Gesamtkosten trägt unser Verein!! Die „Vergessenen“ in diesem Elendsviertel erkennen ihre Chance – unterstützt von Sozialarbeiterinnen und Lehrern.
Verantwortungsvoll umgehen mit den Spendengeldern, die in dem Verein HfG  zu 100 % in den Projekten ankommen, dort kontrolliert eingesetzt werden. Nur dies ermöglicht auch, dass in den nächsten 2 Jahren die notwendigen neuen Räume geschaffen werden können, um die Bildungs- und Betreuungsangebote zu verbessern.

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